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Schwäbisch als geistige Heimat

21. April, 19:00

8 €

Hermann Hesse schreibt in seinem „Alemannischen Bekenntnis“ 1919: „Die Sprache, die vielfältigen, doch nah verwandten schwäbischen und deutsch-schweizerischen Mundarten, ist eine Sprache von besonderem Klang, von besonderer Melodie. Ich kann sie nicht beschreiben, sie ist für mich Heimat, Mutter, Geborgenheit und Vertrauen.“

Es geht vielen Leuten, die sich ihrer schwäbischen Heimat verbunden fühlen, ähnlich: Der Dialekt verrät viel über die regionale, soziale und auch konfessionelle Herkunft eines Sprechers. All dies wollen konsequente Sprecher „gewollt“ verschleiern, indem sie sich der Schriftsprache bedienen. Leider geht damit ein bedauerlicher Identitätsverlust einher. Der Reichtum an differenzierten Ausdrucksmöglichkeiten, die der Dialekt bietet, geht damit verloren.

In dem Vortrag, der im Rahmen der Heimattage 2023 stattfindet, werden zunächst einige Facetten des Heimatbegriffs vorgestellt. Die historische Entwicklung schwäbischer und alemannischer Dialekte erläutert der Referent Guntram Deichsel mit bebilderten Beispielen auf unterhaltsame Weise. Er betont auch die Wichtigkeit der Schriftsprache als Verkehrssprache. Der Dialekt aber schafft im Gegenzug Nähe und Verbundenheit zwischen Menschen und ihren Gefühlen, die in unserer immer mehr materiell orientierten Gesellschaft zu kurz kommen. Es ist deshalb wichtig, beides zu beherrschen. Dafür gibt es sogar handfeste medizinische Gründe, die der Referent, dessen berufliche Heimat die medizinische Forschung ist, zum Schluss vorstellt.
Nach der Hälfte des Vortrags gibt es eine kurze Pause, in der Zeit ist, sich auszutauschen.

 

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Details

Datum:
21. April
Zeit:
19:00
Eintritt:
8 €
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

vhs, Raum 25
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Veranstalter

Stadt Biberach

Kontakt

Stadt Biberach, Kulturdezernat
Theaterstraße 6
88400 Biberach an der Riß
heimattage@biberach-riss.de

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